Mit einem großen Danke an Ann Kathrin hier ein Bericht zur Ersti-Fahrt:
Das Wochenende vom 11.11.11 bis 13.11.11 verbrachten 55 Mathematikstudenten der Universität Duisburg-Essen (hauptsächlich Erstsemester) in dem Jugendcamp Haard in Oer-Erkenschwick.
Behauptung: Allen Studenten hat die Fahrt gut gefallen.
Lemma 1: Das Essen war lecker.
Da sich die Gruppe selbst um die Verpflegung kümmerte, war das Essen o.B.d.A. immer gut.
Lemma 2: Die Getränke waren auch lecker.
Dieses Lemma lässt sich leicht mithilfe der vollständigen Induktion beweisen. Dazu betrachte man die Menge aller Studenten auf der Fahrt, bezeichnet mit S, und die Menge an alkoholischen Getränken, bezeichnet mit G, wobei gilt: Betrag G >>>>>> Betrag S.
Induktionsanfang:
Zu zeigen: Es existiert ein Student, dem die Getränke schmeckten.
Dazu muss kurz ausgeholt werden. Am ersten Abend fand aufgrund des Karnevalsstarts clever von der Fachschaft geplant, eine Kostümparty statt. So trafen sich also Rotkäppchen, Polizistinnen, Hippies, Hexen, Zigeuner, Super Mario und Peach, ein Schotte, Slash, Teufelchen und viele andere zu einem geselligen Abend. Auch Waldgeist(er) und Holla, die Waldfee, waren mit dabei, die vorher im Wald, vermutlich mit Rotkäppchen, ein paar Pilze sammeln waren und diese in etwa 10 gestapelten Kästen in der Kälte draußen lagerten und der Allgemeinheit zur Verfügung stellten. Die Studenten, allen voran ein männlicher Erstsemester mit Pferdeschwanz, machten von diesem Angebot Gebrauch. Wir wollen an dieser Stelle nicht vergessen, was wir zeigen wollen. Und daher ist nur noch kurz zu erwähnen, dass besagter Student, wohl verzaubert von den Hexen und Rotkäppchen, so viele Pilze gesammelt hat, dass er noch bis zum nächsten Nachmittag davon benebelt war und daher die gemeinschaftlichen Aktivitäten kurzerhand streichen musste.
Also existiert ein Student, dem die Getränke schmeckten.
Induktionsvoraussetzung: Die Getränke schmeckten n Studenten (n aus N bel., fest.).
Induktionsschritt: Die Getränke schmeckten n+1 Studenten.
Dies ist leicht zu zeigen. Die Getränke schmeckten erwähntem Ersti. Dieser teilte sie mit seinen Freunden. Ihnen schmeckten die Getränke auch und sie verteilten sie unter der Menge. So erhielten n Studenten ein Getränk und weil am Ende einer von ihnen doppelt sah, erhielten auch mindestens n+1 Studenten ein Getränk, das ihnen schmeckte. Q.e.d.
Lemma 3: Die Studenten kamen sich näher.
Dies lässt sich am besten mit einer Widerspruchsannahme zeigen. Es soll also gelten: Die Studenten kamen sich nicht näher.
Am zweiten Tag, Samstag, wurde eine Matheolympiade veranstaltet, bei der verschiedene Disziplinen zu meistern waren. Zunächst wurden die Studenten in Gruppen eingeteilt und zwar derart, dass sie von der Fachschaft mit unterschiedlichen Parfüms eingenebelt wurden und ihre Gruppenmitglieder erschnüffeln mussten. Anschließend wurden ein Gruppenlauf, ein Einstein-Rätsel, verschiedene Trink- und Rennspiele und andere lustige Spiele gespielt. Bei diesen kam man sich also schon näher.
Interessanter waren jedoch die Nächte. Diese waren in den kleinen Häuschen leider so kalt, dass sich einige Studenten, vor allem Studentinnen, sich zusammenrauften, um nicht zu erfrieren. Dagegen half allerdings auch der ein oder andere Schluck Alkohol. (Anmerkung: Nur wegen der Kälte wurde also Alkohol getrunken!!!)
Das ist also ein Widerspruch zu unserer Annahme und es folgt: Die Studenten kamen sich näher.
Lemma 4: Die Studenten hatten viel Spaß.
Es gilt: Die Studenten hatten viel Spaß es wurde viel gelacht.
Über das gesamte Wochenende wurde ein „großes“ Spiel mit allen gespielt. Jeder Student wurde von der Fachschaft zu einem „Mörder“ ernannt und man erhielt per Los ein Opfer. Dieses konnte man nur umbringen, indem man ihm einen Gegenstand direkt in die Hand gab und das Opfer dieses auch annahm. Bedingung: Niemand durfte beim Duschen oder Zähneputzen getötet werden.
Es kam zu einigen Morden inmitten von Gemeinschaftsversammlungen oder auch beim Essen und so hatte man immer wieder etwas zu lachen, wenn die Ahnungslosen einen Gegenstand annahmen und so mit einem Blatt Papier, einem Stapel Teller oder auch einfach mit einer liebevoll zubereiteten Tasse Tee getötet wurden…
Damit ist der Beweis abgeschlossen und es wurde gezeigt: Allen Studenten hat die Fahrt gut gefallen.